Ein patiniertes, ovales Bronzetablett mit getriebenen und ziselierten Basreliefs. Es zeigt eine nackte Frau, die am Ufer zwischen Schilf liegt. Im Hintergrund erscheint ein junger Putto und betrachtet sie. Diese sinnliche Szene, in der sich Pflanzen- und Menschengestalten ineinander verschlingen, ist ein typisches Beispiel des Jugendstils. In einem ausgesprochen zeitgenössischen Stil ausgeführt, erinnern Sujet und Figurenanordnung an eine der berühmtesten Allegorien der Kunstgeschichte, „Venus und Amor“, insbesondere an Tizians Interpretationen aus dem 16. Jahrhundert (Prado-Museum, Madrid u. a.). Unser Tablett trägt am Rand die Reliefsignatur „E. VERNIER“. Émile Séraphin Vernier (1852–1927) war ein französischer Bildhauer, Ziseleur, Plakettenhersteller und Medailleur. Er debütierte 1876 im Salon der Akademie der Schönen Künste und erhielt 1886 eine ehrenvolle Erwähnung. In der Folge gewann er zahlreiche Auszeichnungen, darunter eine Bronzemedaille auf der Weltausstellung 1900. Vernier war von 1905 bis 1910 Präsident der Gesellschaft der Künstlerischen Dekorativen Künste. 1903 wurde er zum Ritter geschlagen und 1911 zum Offizier des Nationalordens der Ehrenlegion ernannt. Das Musée d’Orsay besitzt mehrere Bronze-, Kupfer- und vergoldete Silbertafeln dieses Künstlers.
- Referenz :
- 1914
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 33 (cm)
- Höhe :
- 1 (cm)
- Tiefe :
- 22 (cm)
- Identifizieren existiert:
- FALSCH