Ein patinierter Bronzetopf im Stil Ludwigs XVI., nach Clodion. Der Korpus ist mit einem mythologischen Motiv verziert: Putten sind durch Weinranken verbunden, und Trauben quellen aus mehreren Füllhörnern, die von einem zentralen Putto auf dem Deckel gehalten werden. Dieser Putto, der als einziger Flügel besitzt, hat einen ernsten, konzentrierten Ausdruck. Er steht auf einer Tritonmuschel, einem Attribut des Pluto, des Gottes des Reichtums und der Fülle, während die anderen Putten, nackt oder leicht bekleidet, zu spielen scheinen. Der facettierte und profilierte Sockel des Gefäßes besteht aus schwarzem Marmor und ruht auf einem mit Akanthusblättern verzierten Podest. Die Inschrift unter dem Gefäß lautet: „8. Februar 1891“, gefolgt vom Namen der mittelalterlichen Stadt „Mehun-sur-Hèvre“. Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sockelmaße: 13,5 x 13,5 cm
Wer ist Claude Clodion?
Claude Michel (genannt Clodion), geboren 1738 in Nancy, war der Enkel des Bildhauers Jacob-Sigisbert Adam. Um 1755 studierte er in Paris bei seinem Onkel Lambert-Sigisbert Adam und später bei dem renommierten Bildhauer Pigalle. 1759 gewann er den ersten Preis für Bildhauerei an der Akademie und wurde in die Schule der „Protégés“ (Schützlinge) unter der Leitung von Carle van Loo aufgenommen. 1762 wurde er Stipendiat der Französischen Akademie in Rom unter der Leitung von Charles Natoire. Zu seinen Werken zählen „Der Einzug der Franzosen in München“ am Arc de Triomphe du Carrousel und die Basreliefs an der Säule der Grande Armée. Er starb 1814 in seinem Atelier an der Sorbonne, doch sein Stil im Stil Ludwigs XVI. prägte die nachfolgenden Generationen nachhaltig.
Um 1890
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- Referenz :
- 3304
- Breite :
- 15 (cm)
- Höhe :
- 43 (cm)
- Tiefe :
- 15 (cm)
- Epoche:
- 1890
- Stil:
- Ludwig XVI
- Materialien:
- Bronze