Eine bedeutende Dreiviertelbüste aus weißem Carrara-Marmor stellt die „Bescheidenheit“ dar, eine junge Frau mit einem verschmitzten Lächeln, die ihre Nacktheit dezent verhüllt. Ihre kunstvolle Frisur besteht aus ineinander verschlungenen Zöpfen, die von einem Stirnband gehalten werden, und ein Pony umrahmt ihr Gesicht. Sie hält ein drapiertes Gewand im antiken Stil, die Arme vor der Brust verschränkt. Diese bemerkenswerte Büste aus weißem Carrara-Marmor ruht auf einem profilierten, runden Sockel. Die dynamische Skulptur, die nach Jean-Antoine Houdon geschaffen wurde, ist charakteristisch für die Modernität, die Houdon im 18. Jahrhundert in die Bildhauerei einbrachte, insbesondere in der Ausführung seiner Skulpturen, deren Gesichter von äußerster Präzision und bemerkenswertem Realismus zeugen.
Jean-Antoine Houdon (1741–1828): der Bildhauer der Aufklärung
Der in Versailles geborene Houdon begann im Alter von neun Jahren im Atelier von Jean-Baptiste Pigalle mit dem Bildhauen und wurde später Schüler von Michel-Ange Slodtz, der ihn weitaus stärker prägen sollte. Er trat in die Akademie ein und gewann anschließend das Prix-de-Rome-Stipendium, an dem er von 1764 bis 1768 fast vier Jahre verbrachte. Dort studierte er Werke von der Antike bis zur Renaissance und verband rasch Realismus mit griechischem Idealismus. Er schuf mehrere Porträts von Voltaire, Diderot und auch von König Ludwig XVI., dessen Marmorversion im Salon von 1790 ausgestellt wurde. Als Mitglied einer Freimaurerloge, die die junge amerikanische Republik unterstützte, erhielt er Aufträge von Thomas Jefferson und später vom Staat Virginia für ein Porträt von George Washington. Er war einer der wenigen Künstler, die zu dieser Zeit nach Nordamerika reisten.
Um 1890
Abmessungen: L: 34 cm, T: 20 cm, H: 59 cm.
Dim: B: 13,4 Zoll, T: 7,9 Zoll, H: 23,2 Zoll.
Zustandsbericht: Sehr guter Zustand.
- Referenz :
- 3303
- Breite :
- 34 (cm)
- Höhe :
- 59 (cm)
- Tiefe :
- 20 (cm)
- Epoche::
- 19. Jahrhundert
- Stil::
- Neoklassizismus
- Materialien:
- Carrara-Marmor