Ein sehr großer, korbförmiger Korb aus durchbrochenem, weißem Porzellan mit Goldverzierungen ruht auf zwei knienden Eroten mit ihren Köchern. Der Korb steht auf einem gleichförmigen Sockel mit Klauen- oder Löwenprankenfüßen. Der längliche Sockel ist beidseitig mit einer Maske in einem zentralen Medaillon und einem Blattmotiv mit Palmetten verziert. Es handelt sich um ein Stück des sogenannten Pariser Porzellans. Um 1830.
Was ist Pariser Porzellan?
Die Geschichte des Pariser Porzellans begann Ende des 18. Jahrhunderts, in den 1770er Jahren, als Limousin-Kaolin kommerzialisiert wurde und das Monopol der königlichen Manufaktur Sèvres auf die Porzellanherstellung gebrochen wurde. Die Französische Revolution trug zur Entstehung zahlreicher Manufakturen bei, die nun endgültig vom Monopol von Sèvres befreit waren. Diese Manufakturen hatten jedoch meist nur eine kurze Existenz. Sie litten unter den Wirtschaftskrisen infolge der Napoleonischen Kriege. Trotz dieser Schwierigkeiten erreichten die Pariser Porzellanhersteller in den 1820er Jahren ihren Höhepunkt. Anschließend ging ihre Zahl stetig zurück, da sich die Hoffnung auf hohe Gewinne mit der Porzellanproduktion als Trugschluss erwies. Dies führte zur Schließung von Manufakturen oder deren Verlagerung in die Provinz. Daher ist es folgerichtig, als Pariser Porzellan die Hartporzellane zu bezeichnen, die zwar keine Marken tragen, deren Stil aber aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt.
Zustandsbericht: Fehlstellen und Abnutzungsspuren an der Vergoldung, insbesondere am Boden des Korbes. Ansonsten guter Gesamtzustand. Restaurierung eines der Köcher am Boden und der Fingerspitzen eines der Amoretten.
- Referenz :
- 3338
- Breite :
- 45 (cm)
- Höhe :
- 35 (cm)
- Tiefe :
- 30 (cm)
- Epoche:
- 19. Jahrhundert
- Materialien:
- Porzellan