Eine Bronzeskulptur mit brauner Patina zeigt Merkur (Hermes), Gott des Handels, der Räuber und Götterbote, sitzend auf einem Felsen, seinen geflügelten Weihwasserbehälter befestigend. Er trägt einen Petasos, einen geflügelten Hut, und sein Caduceus ruht auf dem Boden. Diese Skulptur, nach einem Modell von Jean-Baptiste Pigalle, zeigt einen jungen, nackten Gott in Bewegung. In einer Doppeldrehung bereitet er sich auf den Sprung vor. Die Bronze, ruhend auf einem gestuften runden Sockel aus rotem Griotte-Marmor, ist am Sockel signiert „Pigalle, 1745“. Das Original dieser Skulptur war das Empfangsstück für Pigalles Königliche Akademie für Malerei und Bildhauerei am 30. Juli 1744 und gelangte zwischen 1848 und 1850 in den Louvre. Entstehungszeit: um 1850
Jean-Baptiste Pigalle:
Der Bildhauer der Aufklärung. Der bedeutende französische Bildhauer Jean-Baptiste Pigalle wurde 1714 in Paris geboren. Schon in jungen Jahren verfeinerte er sein Handwerk unter der Anleitung von Robert Le Lorrain und später von Jean-Baptiste Lemoyne. Überzeugt, dass die Kunst seine Lebensaufgabe war, reiste er 1734 nach Italien, um seine Technik weiter zu perfektionieren. Nach seiner Rückkehr begann er sein Werk „Merkur schließt die Ferse“ (1740), das ihm die Aufnahme an der École des Beaux-Arts ermöglichte. Sein Ruf wuchs in den Pariser Kreisen der Aristokratie. Madame de Pompadour nahm ihn unter ihre Fittiche, und er erhielt zahlreiche Aufträge. Mit gekonnter Verbindung von Barock und Klassizismus schuf er Porträts von Diderot und Voltaire und später die berühmten Grabdenkmäler für Marschall de Saxe (Straßburg, fertiggestellt 1776). Er starb 1785 in Paris und hinterließ ein bemerkenswertes Werk.
Zustandsbericht: Die Bronze ist in einwandfreiem Zustand. Höhe des Marmorsockels: 10 cm. Absplitterungen am Rand des Marmorsockels.
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- Referenz :
- 3326
- Breite :
- 38 (cm)
- Höhe :
- 70 (cm)
- Tiefe :
- 38 (cm)
- Epoche:
- 19. Jahrhundert
- Materialien:
- Bronze