Große bronzene Amphore mit grüner Patina und Medaillon. Die Vorderseite zeigt eine auf Wellen ruhende Najade, umgeben von Wasserpflanzen. Auf der Rückseite klettert Amor, von hinten gesehen, an Zweigen empor. Die üppige Wasservegetation verdeckt teilweise zwei Inschriften: „Je m’arrache“ (Ich reiße mich los) und „Je meurs“ (Ich sterbe). Kleine, geschwungene Henkel erinnern an die Bewegung der Wellen. Diese Jugendstilvase trägt am Boden die Reliefsignatur „Marcel Debut“.
Um 1900
Zustandsbericht: in sehr gutem Zustand.
Dokumentation :
In der griechischen Mythologie waren Najaden Wassernymphen, die in Süßwasser, insbesondere in Flüssen, Quellen und Brunnen, lebten. Sie wurden in einem besonderen Kult verehrt. Najaden galten als Töchter des Zeus, des Flussgottes Okeanos, und wurden mitunter zu den Priesterinnen des Dionysos gezählt. Sie werden als jung und schön dargestellt, meist mit nackten Armen und Beinen, an eine Urne gelehnt, aus der Wasser fließt, oder mit einer Muschel und Perlen in den Händen, deren Glanz die Schlichtheit ihres Schmucks unterstreicht. Ein Schilfkranz schmückt ihr Haar, das über ihre Schultern fällt. Manchmal tragen sie auch Kränze aus Wasserpflanzen.
Marcel Debut (Paris, 1865–1933), Maler und Bildhauer, war Schüler seines Vaters Didier Debut, dann von Thomas und Chapu an der École des Beaux-Arts. Mitglied der Société des Artistes Français, lobende Erwähnung im Jahr 1895, stellte ab 1883 im Salon aus, Gipsstatuetten: „Sommelier du XVe siècle“ (1889), „Petit Pêcheur au harpoon“ (1893), „Actaeon“ (1897), „Le Génie des arts“ (1898) und Bronzen: „Watteau“ (1890) oder die Vase zum Thema Perseus und Andromeda (1896).
- Referenz :
- 1778
- Breite :
- 29 (cm)
- Höhe :
- 59 (cm)
- Tiefe :
- 25 (cm)
- Epoche:
- 20. Jahrhundert
- Stil:
- Jugendstil
- Materialien:
- Patinierte Bronze