Eine hölzerne Balgmundharmonika, die auf einem kleinen, vierbeinigen Podest mit einer Aussparung für die Pedale steht. Sie ist reichhaltig polychrom und vergoldet mit Blumen- und Blattmotiven auf schwarzem Grund verziert. Dieses antike Musikinstrument besitzt zwei vergoldete Bronzegriffe an den Seiten. Der Deckel der Tastatur besteht aus zwei klappbaren, gelenkig befestigten Teilen. Die Handwerkskunst ist typisch für die Zeit Napoleons III. Dieses Instrument stammt höchstwahrscheinlich aus einer Privatsammlung (bürgerliches Haus, Schloss etc.) aus den 1860er oder 1870er Jahren. Es besticht durch seine exquisite Verzierung. Damals wurde es zur Begleitung von Gesang oder Instrumenten (wie der Violine) verwendet. Die Instrumentalgruppe verfügt nur über ein obligates Register, ähnlich einem Melodieführer. Zustand: Insgesamt in gutem Zustand, mit leichten Abnutzungsspuren an der Vergoldung, einigen kleineren Kratzern und Rissen im Holz. Mehrere Tasten sind gedrückt. Die Restaurierung des Musikteils kann von Jean-Jacques Mounier, Orgelbaumeister, für insgesamt 3.800 € inklusive MwSt. durchgeführt werden. Nach dieser Arbeit wird das Harmonium wieder ein Genuss für Hörer und Spieler sein und ein seltenes und begehrtes Sammlerstück darstellen. Hintergrund: Das Harmonium ist eine Zungenorgel, die durch einen Blasebalg in Schwingung versetzt wird. Die Balgen dieses aufrecht stehenden Harmoniums werden über Pedale bedient. Das Harmonium, das von Greniés ausdrucksstarker Orgel abstammt, wurde in Europa von dem Franzosen Alexandre-François Debain (1809–1877) erfunden und 1842 patentiert. Im 19. Jahrhundert waren Harmoniums besonders in kleinen Kirchen und Kapellen beliebt, fanden sich aber auch in den Häusern des Adels und des gehobenen Bürgertums. Napoleon III., ca. 1860. Maße: L: 87 cm, T: 40 cm, H: 71 cm.
- Referenz :
- 2447
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 87 (cm)
- Höhe :
- 71 (cm)
- Tiefe :
- 40 (cm)
- Identifizieren existiert:
- FALSCH