Eine außergewöhnliche Louis-XV-Kommode, bekannt als „Commode Sauteuse“, furniert mit Palisander, Königsholz und gebeiztem Holz, an drei Seiten geschwungen und mit einer königlichen Marmorplatte versehen. Die Vorderseite zieren zwei Schubladen in zwei Reihen mit verdeckten Querverstrebungen. Diese Kommode aus dem 18. Jahrhundert ist exquisit mit bodenlosen Würfeln, sogenannten „Öben-Würfeln“, intarsiert, die von doppelten Bordüren aus Flechtwerk auf amaranthfarbenem Grund eingefasst sind. Vergoldete und ziselierte Bronzebeschläge runden das Gesamtbild ab: Griffe aus Schleifenknoten, die durch einen Lorbeerkranz verbunden sind; Schlüsselloch-Rosetten mit Schleifenknotenmotiven, die beidseitig in einem Lorbeerkranz enden; und eine untere Leiste mit einem Knauf in Form einer umgedrehten Muschel und stilisierter Voluten. Die Schubladen und die Rückwand sind aus massiver Eiche gefertigt. Die Kommode wird von einer geschnitzten, königlichen roten Marmorplatte mit geschwungener Kante gekrönt. Das gesamte Gestell ruht auf vier geschwungenen Beinen, die an ihrer Basis von stilisierten, vergoldeten Bronzebändern flankiert werden, die in Zapfen enden.
Oebens Würfelintarsien
Jean-François Oeben, von 1761 bis 1763 Hofschreiner des Königs, schrieb mit seinem Werk Geschichte in der Intarsienkunst des 18. Jahrhunderts. Er spezialisierte sich auf geometrische Motive, darunter seine berühmten „bodenlosen Würfel“, deren Anfertigung außergewöhnliche handwerkliche Fähigkeiten erforderte. Dieses sich wiederholende Motiv besticht insbesondere durch seine Dreidimensionalität. Es besteht aus drei Rauten, die in einer hexagonalen Form einen Würfel bilden, und ist in der Tat schwer zu beherrschen, da selbst kleinste Ungenauigkeiten sofort sichtbar sind. Oebens Würfel prägten zweifellos die Möbel im Stil Ludwigs XV., doch zeitgenössische Beispiele wie auf dieser Kommode sind selten.
Der Pullover-Anzug
Die Commode Sauteuse ist kleiner als die klassische Kommode, da ihr Gestell zwei Schubladenreihen besitzt und sie auf mittelhohen, oft geschwungenen Beinen steht. Dieses elegante Möbelstück wirkt leichtfüßig, fast schwebend. Die ersten Commode Sauteuses entstanden während der Régence-Zeit, insbesondere durch den Kunsttischler Charles Crescent. Unter Ludwig XV. wurden sie weit verbreitet und unverzichtbar.
Um 1760
Zustandsbericht: Sehr guter Zustand. Vergoldungsreparaturen. Schellackpolitur.
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- Referenz :
- 3282
- Breite :
- 118 (cm)
- Höhe :
- 91 (cm)
- Tiefe :
- 60 (cm)
- Epoche:
- 18. Jahrhundert
- Stil:
- Ludwig XV
- Materialien:
- Rosenholz, Violettholz, königsroter Marmor, vergoldete Bronze