Der Bildschirm, von seiner Herkunft in Asien bis zu den Salons des 19. Jahrhunderts
20.05.25
Der Paravent, dieses vielseitige Dekorationselement, hat Jahrhunderte überdauert und verleiht Innenräumen Eleganz und Funktionalität. Vom alten China bis zu den Salons des 19. Jahrhunderts hat sich der Paravent stetig weiterentwickelt und die Stile und Bedürfnisse jeder Epoche widergespiegelt. In diesem Artikel erkunden wir die faszinierende Geschichte des Paravents von Asien bis Europa, beleuchten seinen Stil im 19. Jahrhundert und erörtern seine Bedeutung für die moderne Einrichtung. Dabei stellen wir vier herausragende Stücke aus unserer Kollektion vor.
Die Geschichte der Leinwand
Der Paravent, dieses vielseitige Dekorationselement, blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück und verleiht Innenräumen Eleganz und Funktionalität. Ursprünglich aus China stammend , wo er zunächst zur Raumteilung und zum Schutz vor Wind und Kälte diente, verbreitete er sich in ganz Asien, insbesondere in Japan . Dort wurde er übernommen und weiterentwickelt und entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der traditionellen japanischen Dekoration , bekannt als „ Byōbu “. Chinesische Dekorationstechniken und -motive beeinflussten die Kunst des Paravents in Japan, doch japanische Kunsthandwerker entwickelten auch ihre eigenen, einzigartigen Stile und Traditionen. Im Laufe der Zeit verbreiteten sich Verwendung und Stil des Paravents auch in Europa und passten sich den lokalen Geschmäckern und Bedürfnissen an.
Der Faltparavent in Japan
In Japan blickt der Faltparavent, bekannt als „Byōbu“, auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Ursprünglich dienten Byōbu der Raumteilung und dem Schutz vor Wind und Kälte, später aber auch als Leinwand für Kunst und Dekoration. Japanische Faltparavents sind oft mit Gemälden und Motiven verziert, die die japanische Natur, Mythologie und Kultur widerspiegeln. Japanische Künstler nutzten verschiedene Techniken wie Lackmalerei, Tuschemalerei und Vergoldung, um einzigartige und kunstvolle Werke zu schaffen. Byōbu spielten eine wichtige Rolle in der japanischen Inneneinrichtung, insbesondere in traditionellen Wohnhäusern und Tempeln. Sie wurden auch während der Edo-Zeit (1603–1867) und der Meiji-Zeit (1868–1912) weiterhin hergestellt und geschätzt – einer Zeit, in der westliche Einflüsse spürbar wurden, die japanischen Kunsttraditionen aber fortbestanden.
Unter den Stellschirmen unserer Sammlung befindet sich ein bemerkenswertes Stück aus Japan aus der Meiji-Zeit. Dieser Chrysanthemen-Stellschirm mit dem Wappen des Honda-Clans ist ein herausragendes Beispiel japanischer Kunst jener Epoche. Die Chrysanthemen, Symbol des japanischen Kaiserhauses, sind mit großer Feinheit dargestellt, während das Wappen des Honda-Clans dem Stück einen Hauch von Geschichte und Würde verleiht. Dieser Stellschirm ist nicht nur ein wunderschönes Dekorationsobjekt, sondern auch ein Zeugnis japanischer Geschichte und Kultur.
Der Paravent im Europa des 19. Jahrhunderts
Im 19. Jahrhundert erlebten Paravents, insbesondere in Europa, eine Renaissance. Diese Epoche war geprägt von einer Vielfalt an Stilen, von Neoklassizismus bis Romantik , die das Design der Paravents beeinflussten. Paravents dieser Zeit zeichneten sich oft durch aufwendige Verzierungen aus, wie beispielsweise der berühmte Louis-XVI- oder Empire- , der sich durch klassische Motive und bemerkenswerte Handwerkskunst auszeichnete.
In unserer Sammlung befinden sich drei bemerkenswerte Beispiele europäischer Faltwände aus dieser Zeit:
- Das erste Objekt, ein siebenteiliger, bemalter Leinwandparavent aus Frankreich, entstanden um 1830, ist ein Beispiel für die Verwendung von Malerei zur Gestaltung narrativer und dekorativer Szenen. Die durch Scharniere verbundenen Paneele bilden ein zusammenhängendes Ganzes, das je nach Bedarf auf- und zusammengeklappt werden kann.
- Der zweite Paravent, ein vierteiliger Spiegelparavent aus lackiertem Holz mit vergoldetem Bronzerahmen, veranschaulicht die Verwendung luxuriöser Materialien und raffinierter Dekorationstechniken zur Erzielung eines spektakulären visuellen Effekts. Die Spiegel verleihen dem Raum einen Hauch von Erhabenheit und Eleganz.
- Schließlich ist der von Félix Bernard signierte Paravent aus dem Jahr 1900 ein Beispiel für den Einfluss des Jugendstils auf die Inneneinrichtung. Der dreiteilige Paravent aus Mahagoni zeichnet sich durch die für diesen Stil charakteristischen fließenden Linien und organischen Motive aus. Diese drei Paravents veranschaulichen die Vielfalt und Kreativität, die die Paraventproduktion im Europa des 19. Jahrhunderts prägten.
Der Nutzen des Paravents in der modernen Dekoration:
Auch heute noch ist der Paravent ein vielseitiges Dekorationselement, das Räume durch historische und stilvolle Akzente verwandeln kann. Er eignet sich zur Raumteilung, zur Schaffung einer gemütlichen Ecke oder einfach als dekoratives Element. Paravents können zudem Farbe und Struktur in einen Raum bringen.
Abschluss
Der Paravent, mit seiner reichen Geschichte und seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Stile, ist nach wie vor eine attraktive Wahl für alle, die ihrem Interieur einen Hauch von Eleganz und Charakter verleihen möchten. Die vier in diesem Artikel vorgestellten Paravents aus unserer Kollektion veranschaulichen die Vielfalt und Schönheit dieses Dekorationselements im Laufe der Jahrhunderte. Ob Sie nun ein Antiquitätenliebhaber sind oder einfach ein einzigartiges Stück für Ihr Zuhause suchen – der Paravent bietet weiterhin eine unwiderstehliche Kombination aus Funktionalität und Ästhetik.



