Ein Paar kleiner Medici-Vasen aus polychromem Porzellan und Gold, verziert mit großen Kartuschen, die auf der einen Seite italienische Bauern und auf der anderen italienische Landschaften darstellen. Hals, Henkel und Boden sind vergoldet. Jede Vase steht auf einem quadratischen Sockel. Guter Gesamtzustand mit leichten Gebrauchsspuren an der Vergoldung. Dieses Vasenpaar zeugt vom Interesse des 19. Jahrhunderts an Italien, seinen Landschaften, Denkmälern und seiner Bevölkerung. Ansichten von Italien zirkulierten in der ersten Hälfte des Jahrhunderts in Form von Daguerreotypien. Ab 1860 erlebte der Tourismus im Land einen außergewöhnlichen Aufschwung. Das Bürgertum löste die Anhänger der „Grand Tour“ ab, einem Begriff, der an eine Art Initiationsreise erinnerte, deren Brauch sich seit dem Ende des 16. Jahrhunderts unter den englischen und französischen Herrscherklassen verbreitet hatte. Im 19. Jahrhundert erlebte die italienische Halbinsel durch die Ausgrabungen von Pompeji und Herkulaneum, befeuert durch die damalige Reiseliteratur, eine neue Blütezeit. Neben Landschaften, Stadtansichten und Denkmälern faszinierten Künstler und Reisende vor allem die italienische Bevölkerung, insbesondere die Bauern, die sie in Tracht darstellten. Diese ethnografischen Motive wurden durch die Fotografie sowie durch die Gemälde von Ernest Hébert (1817–1908) und die Zeichnungen und Aquarelle von John Ruskin (1819–1900) bekannt. 19. Jahrhundert, um 1840. Maße: B: 20 cm, T: 20 cm, H: 25,5 cm.
- Referenz :
- 1987
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 20 (cm)
- Höhe :
- 26 (cm)
- Tiefe :
- 20 (cm)
- Kennung existiert:
- FALSCH