Porzellanpferde auf Wolken, montiert auf Rokoko-Sockeln mit reich verziertem durchbrochenem Ranken- und Blattwerkdekor. An der Innenseite eines Pferdebeins befindet sich ein Brennfehler. Unter dem Sockel sind blaue Marken gekreuzter Schwerter sichtbar. Diese berühmte Samson- , das sächsische Stücke imitierte, registriert. Ein identisches Modell befindet sich in der Sammlung Chimchirian (siehe Foto oben). Um 1930.
Meißen verkörperte im Deutschland des 18. Jahrhunderts das, wofür Sèvres im Frankreich der gleichen Zeit stand: den Inbegriff des guten Geschmacks. Kaum ein anderer Hersteller wurde hinsichtlich Form, Dekoration und Marken so häufig kopiert. Im 19. Jahrhundert entstanden in der Region Dresden zahlreiche kleine Werkstätten, die Porzellan im „Meissener Stil“ herstellten. Wie Carl Thiemes Werkstatt in Potschappel oder die von Achille Bloch in Frankreich reproduzierte auch Samson in großem Umfang Formen und Dekorationen aus Meißen. Zwischen 1873 und 1927 ließ er zudem mehrere Marken eintragen, die die von Meißen imitierten, darunter verschiedene Versionen der berühmten Schwerter. Meißen schuf ein beeindruckendes Bestiarium, das Samson stark inspirierte. Fotografien aus der Manufaktur in Sèvres belegen, dass er alle möglichen Tiere nachbildete, vom Bologneser Hund bis zum Nashorn, vom Pferd bis zum Elefanten. Die beiden originalen Meißener Pferde wurden, wie auch die von Samson, einzeln verkauft oder vor die Wagen von Göttern gespannt. Die Firma Achille Bloch produzierte ebenfalls ein solches Modell.
Bibliographie: Florence Slitine, „Samson, genius of imitation“, Paris, Edition Charles Massin, 2002, Abbildung auf S. 146.
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- Referenz :
- 1639
- Verfügbarkeit:
- Objekt verfügbar
- Breite :
- 17 (cm)
- Höhe :
- 18 (cm)
- Tiefe :
- 13 (cm)
- Epoche:
- 20. Jahrhundert
- Materialien:
- Porzellan