Eine bedeutende Bronzeskulptur mit nuancierter brauner Patina, die „Phryne vor ihren Richtern“ von Pierre-Étienne Daniel Campagne (1851–1910) darstellt. Die Skulptur trägt den Titel „Phryne vor ihren Richtern von Campagne (Bildhauer)“ und die Signatur „D. Campagne“. Campagne arbeitete hauptsächlich in Paris, wo er bei Falguière Bildhauerei studierte. 1889 nahm er erstmals am Salon des Artistes Français teil. Phryne, eine berühmte und wohlhabende Kurtisane, stammte ursprünglich aus Thespiai in Böotien und ließ sich vermutlich nach der Zerstörung ihrer Stadt durch die Thebaner im Jahr 371 v. Chr. in Athen nieder. Wegen Gotteslästerung angeklagt, entfernte ihr Anwalt Hyperides, dem kurz vor ihrer Verurteilung die Argumente ausgingen, den Peplos von Phryne und enthüllte so ihre ganze Schönheit. Dadurch gewann er die Jury für sich: Die Frau wurde freigesprochen und triumphierend zum Tempel der Aphrodite getragen. Berühmt für ihre Schönheit, soll sie ihrem Geliebten Praxiteles als Modell für die Aphrodite von Knidos gedient haben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beflügelte Phryne die Fantasie französischer Künstler. Wie Sappho und Aspasia führt sie die klassische Tradition berühmter und umstrittener Frauen fort: Sie wurde zum Gegenstand zahlreicher Gemälde und Skulpturen, insbesondere als nackte Frau vor den Richtern. Zu den bekanntesten Werken zählt „Phryne vor dem Areopag“ (1861) von Jean-Léon Gérôme, das in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt ist. Ende des 19. Jahrhunderts, um 1890. Maße: B: 45 cm, T: 26 cm, H: 85 cm.
- Referenz :
- 2062
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 45 (cm)
- Höhe :
- 85 (cm)
- Tiefe :
- 26 (cm)
- Identifizieren existiert:
- FALSCH