Eine Bronzeskulptur mit braun-goldener Patina nach „Venus, die aus dem Bad steigt“, auch bekannt als „Die Badende“, von Gabriel-Christophe Allégrain (Paris, 1710–1795). Das Original aus Marmor im neoklassizistischen Stil wurde 1755 vom Marquis de Marigny (1727–1781), Generaldirektor der königlichen Bauten, für sein Schloss in Choisy-le-Roi in Auftrag gegeben. Das Gipsmodell wurde im Salon von 1757 ausgestellt, die Marmorstatue im Salon von 1767, wo sie Denis Diderot auffiel, der den berühmten Kommentar hinterließ: „Wunderschöne, wunderschöne, erhabene Figur; man sagt sogar, die schönste, die vollkommenste Figur, die moderne Künstler je geschaffen haben […] Die schönen Schultern, wie schön sie sind, wie voll der Rücken ist, welch eine Form für die Arme, welch kostbare, welch wundersame Wahrheiten der Natur in all diesen Teilen.“ Dies war der erste große Auftrag des Bildhauers. Allegrain ließ sich maßgeblich von einer kleinen Bronzeskulptur des Manieristen Jean de Bologne, „Badende mit dem Fuß auf einer Parfümvase“, inspirieren und übernahm die geschwungenen Linien des Körpers, die abfallenden Schultern, die hohe Brust und die kunstvoll geflochtene Frisur. Die Skulptur gelangte in den Besitz Ludwigs XV., der sie am 12. April 1772 seiner Günstling, Gräfin Du Barry (1743–1793), schenkte. Diese ließ sie im Park ihres Schlosses Louveciennes aufstellen. Das Original befindet sich heute im Louvre. Diese Bronzeausgabe wurde im 19. Jahrhundert von der Pariser Bronzegießerei Graux-Marly Frères hergestellt (Reliefmarkierung am Sockel: GRAUX-MARLY FRERES / PARIS). Die 1845 gegründete Firma Graux-Marly befand sich 1862 in der Rue du Parc Royal 8. Sie produzierte Skulpturen und Einrichtungsgegenstände. Auf der Nationalen Ausstellung für Industrieprodukte 1849 gewann sie eine Bronzemedaille und auf der Weltausstellung 1855 eine Medaille erster Klasse. Im Mai 1890 wurde sie aufgelöst.
- Referenz :
- 1732
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 19 (cm)
- Höhe :
- 59 (cm)
- Tiefe :
- 20 (cm)
- Kennung existiert:
- FALSCH