Eine bedeutende Regulatoruhr aus vergoldeter Bronze aus der Empirezeit. Sie ist in Form einer Leier mit sieben Saiten gestaltet und trägt die Büste Homers mit Lorbeerkranz. Die fein ziseliert verzierte, vergoldete Bronzefassade zeigt im unteren Bereich eine mythologische Szene mit Homer und einem jungen Knaben in einer ovalen Kartusche, flankiert von Attributen wie militärischen Trophäen, Palmetten, herzförmigen Motiven, Lorbeerkränzen und Weihrauchgefäßen. Der zentrale, halbkreisförmige Teil der Uhr, verziert mit linearen Motiven aus Borten, Akanthusblättern und sechs von Lorbeerkränzen umgebenen Sternen, ruht auf einem Konsolensockel mit geschwungenen Voluten. Das kompensierte Pendelwerk wird rückseitig von einer Büste des Dichters Homer getragen, die wiederum von zwei allegorischen Figuren, vermutlich Justitia mit Schwert und Siegesgöttin mit Palmzweig, getragen wird. Das Ganze steht auf einem Sockel mit vier kleinen, schwungvollen Füßen, die mit Rosetten und Zierelementen geschmückt sind. Das gelappte Zifferblatt aus Akanthusblättern mit der Aufschrift „Gallien à Paris“ zeigt die Stunden in römischen Ziffern an.
Um 1810
Grundfläche: 28,5 cm x 12 cm (11,22 Zoll x 4,72 Zoll)
Gesamtmaße: L: 28,5 cm, T: 12 cm, H: 70 cm.
Gesamtmaße: B: 11,2 Zoll, T: 4,7 Zoll, H: 27,6 Zoll.
Zustandsbericht: Insgesamt in gutem Zustand. Der Mechanismus wurde gereinigt, gewartet und ist funktionsfähig.
Gallien in Paris
Matthieu Gallien war ein Bronzegießer, der sich Ende des 18. Jahrhunderts in Paris in der Rue de la Verrerie 93 niederließ. 1809 stellte er unter dem Namen „Au Maître de tout“ (Dem Meister von allem) einen gewissen Louis-Isidore Choiselat ein, den er mit seiner ältesten Tochter verheiratete. Nach dem Tod des Meisters übernahm Louis-Isidore das Geschäft, das fortan Choiselat-Gallien, „Au Maître de tout, Fabricant de Bronzes, Doreur et Argenteur“ (Dem Meister von allem, Bronzegießer, Vergolder und Silberschmied) hieß. 1815 erhielt er den Titel „Bronzegießer für Monsieur, den Bruder des Königs“, für seine regelmäßigen Vermietungen von Kerzenleuchtern und Kandelabern. Im Januar 1816 erhielt er das Patent zur Lieferung von Ornamenten für die Kirchen und Kapellen des Königs. Er erhielt zahlreiche Aufträge von königlichen und adligen Kreisen für Kirchen und Residenzen.
Dokumentation:
- KJELLBERG Pierre, Encyclopedia of the French clock from the Middle Ages to the 20th century , Paris, Les éditions de l'amateur, 1997.
- Referenz :
- 3277
- Breite :
- 29 (cm)
- Höhe :
- 70 (cm)
- Tiefe :
- 12 (cm)
- Kennung existiert:
- FALSCH