Eine interessante, vasenförmige Uhr aus vergoldetem Porzellan, signiert „Normant à Paris“, ist am Rand mit Kanneluren verziert, die mit Blattwerk und kleinen Perlen geschmückt sind, und am Boden mit einem Band, das mit abwechselnden Akanthusblättern und Blüten, bekrönt von Muscheln, verziert ist. Sie besitzt zwei kleine, einhornförmige Griffe. Das Emaille-Zifferblatt zeigt römische Ziffern, und die Breguet-Zeiger aus Stahl zeigen Stunden, Viertelstunden und Minuten an. Sie ruht auf einem dreibeinigen Klauenfuß. Ein Horn wurde wieder angebracht.
Das Uhrwerk wurde gewartet und ist voll funktionsfähig.
Während der Kaiserzeit und der Restaurationszeit präsentierte sich die Kaminuhr – oben gerade oder abgerundet, aus Bronze, Marmor, Porphyr oder mit Porzellanplaketten verziert – in ihrer schlichtesten Form, ohne die verschnörkelten Konsolen ihrer Vorgänger aus der Zeit Ludwigs XVI. Auch ihre Ornamentik war deutlich zurückhaltender und schlichter. Portikusuhren wiesen dieselbe architektonische und dekorative Strenge wie die Kaminuhren auf, mit Säulen oder Pilastern, die ein horizontales Gebälk und seltener einen Giebel trugen. Vasenförmige Uhren spielten schließlich raffiniert mit Material- und Farbkontrasten und kombinierten oft vergoldete und patinierte Bronze oder weißes und vergoldetes Porzellan. Das Zifferblatt befand sich im Inneren der Vase, und die Griffe konnten verschiedene Formen annehmen: geflügelte Figuren, Schwanenhälse, Widderköpfe, Chimären oder Einhörner, wie bei unserer Uhr. Viele Uhren dieses Typs wurden aus Porzellan gefertigt, zumeist aus Sèvres oder Paris.
Bibliographie: Pierre Kjellberg, Encyclopedia of the French clock from the Middle Ages to the 20th century, Paris, Les Éditions de l'Amateur, 1997, S. 368-372.
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- Referenz :
- 4461
- Breite :
- 30 (cm)
- Höhe :
- 26 (cm)
- Tiefe :
- 17 (cm)
- Epoche:
- 19. Jahrhundert
- Stil:
- Reich
- Materialien:
- Porzellan