Eine bronzene Vase mit gealterter, vergoldeter Patina in Form einer Amphore, ruhend auf vier Huffüßen und einem vierpassförmigen Sockel. Der Korpus ist mit Flachreliefs verziert und zeigt auf der einen Seite Szenen der Weinlese, auf der anderen das Profil der Ariadne (griechisch: Ariadne). Die mit Maskaronmotiven geschmückten Henkel tragen Füllhörner. Der schmale Hals ist mit Blätter- und Blumengirlanden verziert. Die Bronze ist signiert mit F. Berbedienne (1810–1892) und F. Levillain. In der griechischen Mythologie wird Ariadne, Tochter von Minos und Pasiphaë, von Theseus verführt. Als Theseus, dem der sichere Tod geweiht ist, im Labyrinth gegen den Minotaurus kämpfen muss, verschafft ihm Ariadne einen Ausweg, indem sie ihm einen Faden anvertraut, den er auf dem Weg entwirren soll: „Ariadnes Faden“. Nachdem er den Minotaurus getötet und dem Labyrinth entkommen ist, hält Theseus um Ariadnes Hand an. Doch verliebt in Phädra (Ariadnes Schwester) setzte er Ariadne schließlich auf der Insel Naxos aus. Dort wurde sie vom Weingott Dionysos gerettet, der sie heiratete und zur Göttin erhob. Ferdinand Levillain (1837–1905) war ein Bildhauer, Medailleur und Medailleur, der sich von klassischen Vorbildern inspirieren ließ. Er schuf zahlreiche Becher, Vasen und Leuchten. Er war Schüler des Bildhauers Jouffroy (1806–1882). Sein Debüt gab er 1861 im Salon des Artistes Français, wo er bis 1903 ausstellte. Auf der Weltausstellung 1867 erlangte er Anerkennung für einen Bronzebecher im neugriechischen Stil. Ab 1871 erlangte Levillain dank seiner Zusammenarbeit mit dem Bronzebildhauer Ferdinand Barbedienne (1810–1892) wahren Ruhm. Levillain feierte auf der Weltausstellung 1878 einen Triumph und gewann dort eine Goldmedaille für seine Werke im antiken Stil. Anschließend erhielt er auf dem Salon 1884 eine Medaille erster Klasse für einen Pokal mit dem Titel „Die Elemente, die Monate und die Jahreszeiten“ und gewann auf der Weltausstellung 1889 eine Silbermedaille. Mehrere Pokale und Medaillen von Ferdain und Levillain befinden sich in den Sammlungen des Musée d’Orsay. 19. Jahrhundert, um 1870. Maße: B: 15 cm, T: 15 cm, H: 44 cm. In gutem Gesamtzustand. Die gealterte Patina ist beabsichtigt und vom Künstler so gewollt.
- Referenz :
- 2979
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 15 (cm)
- Höhe :
- 44 (cm)
- Tiefe :
- 15 (cm)
- Identifizieren existiert:
- FALSCH