Dieses Gemälde ist eine Kopie von „Der tapfere Hirte“, gemalt von François Boucher für den Audienzsaal von Prinz Hercule-Mériadec, Herzog von Rohan, im Erdgeschoss des Hôtel de Soubise. Es zeigt eine galante Szene in einer Ruinenlandschaft. Ein Mann hängt einer jungen Hirtin einen Blumenkranz um. Zu seinen Füßen liegen seine drei Schafe, sein Hut, sein Spazierstock und ein Blumenstrauß. Hinter den Ruinen versteckt beobachtet ein Junge das Geschehen. Der Rahmen ist aus vergoldetem Holz und mit Fries aus kleinen Perlen und Blattwerk verziert.
Der tapfere Pastor, in Auftrag gegeben vom Herzog von Rohan
1732 heiratete der Herzog von Rohan, bereits über sechzig Jahre alt, zum zweiten Mal und beschloss, diesen Anlass mit der Renovierung des Stadtpalais zu feiern, das sein Vater eine Generation zuvor hatte errichten lassen. Boffrand sollte einen Pavillon mit zwei übereinanderliegenden ovalen Salons errichten, einen für den Prinzen und einen für die neue Prinzessin, und die angrenzenden Gemächer renovieren. Die Malerei im Salon der Prinzessin und die Türspione der anderen Räume wurden den bedeutendsten zeitgenössischen Malern anvertraut: Natoire, Boucher, Carle Van Loo, Restout und Trémolières. Boucher erhielt den Auftrag, sieben sehr unterschiedliche Türspione zu gestalten: mythologische Szenen, pastorale Motive und eine Landschaft. Seine ersten Werke präsentierte er im Salon von 1738. Die beiden Türspione „Der tapfere Hirte“ und „Der gefällige Hirte“ stellten die bedeutendste Neuerung des von François Boucher für das Hôtel de Soubise geschaffenen Ensembles dar, und die Stiche sollten ihre Wirkung noch verstärken. Diese beiden Gemälde aus dem 18. Jahrhundert sind die frühesten erhaltenen pastoralen Szenen. Der Begriff „Pastoral“ hat hier seine engste Bedeutung in der französischen Malerei des 18. Jahrhunderts und bezeichnet idealisierte Szenen aus dem Gefühlsleben von Hirten und Hirtinnen.
Bibliographie: „François Boucher: 1703 – 1770“, Galeries Nationales du Grand Palais, Paris, 1987, S. 176.
Maße ohne Rahmen: B: 93 cm, T: 2,5 cm, H: 98 cm;
Maße mit Rahmen: B: 98 cm, T: 4 cm, H: 103 cm
Circa: 1850
Zustandsbericht: Guter Zustand. Leichte Ölrisse. Abnutzungsspuren an der Vergoldung des Rahmens.
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bleiben von der Welt: Auf Zitat
- Referenz :
- 105
- Breite :
- 98 (cm)
- Höhe :
- 103 (cm)
- Tiefe :
- 4 (cm)
- Epoche:
- 19. Jahrhundert
- Stil:
- Rokoko
- Materialien:
- Öl auf Leinwand, Holz