Eine Biskuitporzellangruppe nach einem Louis-Simon Boizot zugeschriebenen Modell, heute im Musée de Sèvres. Sie zeigt Proserpina in einem wallenden Gewand im Moment ihrer Entführung durch Pluto, den König der Unterwelt. Proserpinas Oberkörper ist nach hinten gebeugt, Ausdruck ihrer Verzweiflung. Pluto ist nackt dargestellt, mit dem Haar und dem lockigen Bart der Götter sowie der Krone, einem seiner Attribute. Die Gruppe ruht auf einem runden, blumenverzierten Sockel. Auf dem Sockel befindet sich die Reliefsignatur „E. Girardon“. Dies ist die Marke der Manufaktur Samson, die im 19. Jahrhundert die Sèvres-Formen erwarb. Die Gruppe ist in sehr gutem Zustand; lediglich die Harpune in Plutos Hand fehlt. Dieses Werk wurde erstmals 1786 von Louis-Simon Boizot im Salon ausgestellt. Es handelt sich um eine Variation einer Skulptur Girardons, die ab 1678 für den Quellhain in den Gärten des Schlosses von Versailles entstand. Boizot ließ sich zeitlebens von der Kunst Versailles' inspirieren, sowohl für Bronzen als auch für Biskuitporzellan und monumentale Werke. Dieses Stück hat ein Pendant, „Die Entführung der Orithyia“, basierend auf einem Werk von Marsy. Das Boizot zugeschriebene Biskuitporzellan wurde in der Form- und Reparaturwerkstatt in Sèvres hergestellt, die seit dem 18. Jahrhundert für die Produktion von Sèvres-Biskuitporzellan zuständig war. Diese Bezeichnung kennzeichnet Sèvres-Skulpturen (rundliche Reliefs), die seit 1751/52 bewusst unglasiert (d. h. ohne Glasur oder Dekoration) belassen wurden. 19. Jahrhundert, um 1850. Maße: B: 20 cm, T: 20 cm, H: 45 cm.
- Referenz :
- 2053
- Verfügbarkeit:
- Verkauft
- Breite :
- 20 (cm)
- Höhe :
- 45 (cm)
- Tiefe :
- 20 (cm)
- Identifizieren existiert:
- FALSCH