Eine nubische Fackelträgerfigur aus polychromem und vergoldetem Holz. Sie zeigt einen Gondoliere mit erhobenem Arm, der eine Fackel hält. Unter seinen Füßen befindet sich der Bug einer Gondel mit ihrer metallenen Galionsfigur. Der Sockel ist in Porphyr-Optik bemalt. Venezianische Arbeit aus dem späten 18. Jahrhundert. Leichte Gebrauchsspuren und Abplatzungen der Patina. Die Mode des Exotischen, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit allem aus Fernost aufkam, setzte sich Ende des Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit allem aus Afrika und Amerika fort. Die Veröffentlichung von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ im Jahr 1719 und Bernardin de Saint-Pierres „Paul und Virginia“ im Jahr 1788 verbreitete das Bild des edlen Wilden, der in einer idyllischen, vom Weißen unberührten Natur lebt. Viele Dekorationsgegenstände greifen dieses Thema auf und vermischen dabei Schwarze Afrikaner, versklavte Schwarze in Nordamerika und Indigene Nordamerikas. Die Begeisterung für diese „edlen Wilden“ hielt bis ins 19. Jahrhundert an, insbesondere durch die Verbreitung von Chateaubriands *Atala*, das 1801 erschien. Bibliographie: E. Schlumberger, „L’heure exotique“, in *Connaissance des arts*, Paris, 1978, Nr. 318, S. 30. 19. Jahrhundert, um 1800. Maße: L: cm, B: cm, H: 99 cm.
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- 1577
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