Eine Biskuitporzellanfigur zeigt eine junge Frau mit Blumen, vermutlich Pfingstrosen, die sie in ihren Rock gesteckt hat. Ein zerbrochener Krug hängt an ihrem Arm. Ihr Haar ist ordentlich frisiert, ihr Kleid jedoch unordentlich, das Kopftuch zerknittert. Sie steht barfuß auf einem Feldweg. Der Sockel trägt die Signatur „ G. Levy “. Eine der Rüschen ihres Kleides ist abgebrochen und repariert worden.
Diese Figur steht beispielhaft für die ambivalenten Themen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Sie spiegelt einerseits die Sehnsucht nach Naturverbundenheit wider, andererseits birgt sie eine moralisierende Warnung in sich. Der zerbrochene Krug ist ein bekanntes Symbol des 18. Jahrhunderts für den Verlust der Jungfräulichkeit. Der verzweifelte Gesichtsausdruck und die über dem Unterleib verschränkten Hände erhalten dadurch eine völlig andere Bedeutung. Auch die Pfingstrosen in ihren Händen symbolisieren Scham. Die Statuette dient Frauen als warnendes Beispiel vor den Gefahren übermäßiger Koketterie. Die Skulptur basiert auf einem Gemälde von Jean-Baptiste Greuze (1725–1805), das sich im Louvre befindet.
Um 1860
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- Referenz :
- 2202
- Verfügbarkeit:
- Artikel verfügbar
- Breite :
- 16 (cm)
- Höhe :
- 48 (cm)
- Tiefe :
- 13 (cm)
- Epoche:
- 19. Jahrhundert
- Stil:
- Romantisch
- Materialien:
- Porzellangebäck